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Meldung

Generation Z als Kunden und Mitarbeiter

Große Resonanz bei der „Winteredition im Weingut“ des Wirtschaftsforums Alzey-Worms

Referent

Prof. Dr. Christian Scholz hielt den Vortrag zum Thema "Generation Z: Wie sie ganz anders tickt und uns zunehmend ansteckt."

Foto: WfG Alzey-Worms / Alexander Sell

Erneut hatte die Wirtschaftsförderungs-GmbH für den Landkreis Alzey-Worms (WfG) ein für die Unternehmen hochspannendes Thema für das jüngste Wirtschaftsforum Alzey-Worms gewählt: „Generation Z als Kunden & Mitarbeiter: Wie sie ganz anders tickt und uns zunehmend ansteckt“. Landrat Ernst Walter Görisch und WfG-Geschäftsführerin Kerstin Bauer konnten mehr als 60 Unternehmensvertreterinnen und –vertreter aus vielen verschiedenen Branchen im Weingut & Weinparadies Meyerhof in Flonheim begrüßen. Aktuelle Erkenntnisse zu dieser neuen Fachkräftegeneration sollten vermittelt werden, so der Landrat in seiner Begrüßung. „Im Fokus des Abends stehen junge Menschen bis 25 Jahre - die Generation Z“. Mit dem Wirtschaftsforum Alzey-Worms bietet die Wirtschaftsförderungs-GmbH für den Landkreis (WfG) den ansässigen Betrieben aktuelle Themen und die Gelegenheit, andere Unternehmen kennen zu lernen.

Als Referent des Abends hatte die Wirtschaftsförderungs-GmbH mit Prof. Dr. Christian Scholz einen ausgewiesenen Fachmann in der Analyse der Generationen gewinnen können. Mit einer gehörigen Portion Humor und zahlreichen Anekdoten aus seiner langjährigen Praxis als Universitätsprofessor an der Universität des Saarlandes erläuterte er, was die Generation Z, geboren nach 1995, so eklatant von der Vorgängergeneration Y unterscheidet. Bei seiner Zuhörerschaft sorgte er damit für so manchen Aha-Effekt.

Die Generation Y (1980 bis 1995) sei der Traum jedes Personalchefs. „Teamfähig, leistungsfähig, auch am Wochenende“, so Prof. Scholz. Der fließende Übergang zwischen Beruf und Privatleben, das sogenannte „Work-Life-Blending“, werde allgemein akzeptiert. Davon wende sich die Generation Z komplett ab. Relativ gut behütet aufgewachsen, sehr an Strukturen gewöhnt und geprägt von völlig geregelten Abläufen erwarteten sie das auch in Studium und Beruf. Wichtig sei ein hohes Maß an Sicherheit, Wohlfühlen auch im Job stelle ein hohes Gut dar. Beruf und Privates müssten komplett getrennt sein.

In dieser neuen Haltung sieht Prof. Scholz einen Konflikt. Sie stehe nicht im Einklang damit, wie sich die Industrie die Arbeit in der Zukunft vorstelle: „Dort herrscht nach wie vor die Idee, dass Mitarbeiter flexibel sein wollen“. Er werde oft gefragt, ob die „Zettler“ auch arbeiten wollten. Seine klare Aussage: „Ja, aber unter anderen Bedingungen.“ Dazu gehörten: keine flexiblen Arbeitszeitsysteme sondern Konzepte mit Kernarbeitszeit, die Sicherheit, dass „ein Schichtplan ein Schichtplan ist und nicht ständig verändert wird“. Die Generation Z sei durchaus selbstbewusst und habe ein feines Gespür für Organisationsverschulden. Die Loyalität zum Arbeitgeber sei eher gering. „Wenn es gut ist, bleiben sie, wenn nicht, gehen sie wieder“, so Prof. Scholz.

Er stelle fest, dass die Haltung der Generation Z immer mehr zum Zeitgeist werde. Auch die Generation Y finde die Arbeitswelt des „Zettlers“ gut. Sein abschließendes Fazit: „Wir erleben eine gewisse Rückentwicklung weg von Dingen, die gesellschaftlich zunehmend als negativ empfunden werden.“

Weingut

Das Get-Together im Außenbereich des Weingutes nutzten die Teilnehmer für den Austausch mit anderen Unternehmensvertretern.

Foto: WfG Alzey-Worms / Alexander Sell

Publikum

Volles Haus beim Wirtschaftsforum Alzey-Worms mit mehr als 60 Unternehmensvertretern.

Foto: WfG Alzey-Worms / Alexander Sell

 
Wirtschaft - 31.01.2019

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