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Flörsheim-Dalsheim ist Weindorf 2011/2012 des Landkreises Alzey-Worms / knappe Entscheidung bei vier starken Bewerbern

Die Entscheidung stand auf Messers Schneide – mit hauchdünnem Vorsprung konnte sich Flörsheim-Dalsheim am Ende durchsetzen und den diesjährigen Weindorf-Wettbewerb des Landkreises Alzey-Worms für sich entscheiden.

Die Entscheidung stand auf Messers Schneide – mit hauchdünnem Vorsprung konnte sich Flörsheim-Dalsheim am Ende durchsetzen und den diesjährigen Weindorf-Wettbewerb des Landkreises Alzey-Worms für sich entscheiden. „Alle vier Gemeinden – Albig, Flonheim, Flörsheim-Dalsheim und Gundheim - haben die Jury beeindruckt“, resümiert Landrat Ernst Walter Görisch als Vorsitzender der Bewertungskommission. Eine beachtliche weintouristische Entwicklung mit hoher Dynamik habe stattgefunden, so der Landrat. „Die allgemein hervorragende Entwicklung im Weinbau findet ihre Entsprechung in der Gestaltung der Dörfer und dem Angebot für Touristen. Die Gemeinden sehen die Synergie zwischen Weinbau und Tourismus als große Chance und engagieren sich in hohem Maße“, lobte der Kreischef. Die Entscheidung im Wettbewerb 2011 fiel der siebenköpfigen Jury aus Vertretern der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, der Weinbruderschaft und des Kreisbauamtes äußerst schwer, das Feld der Bewerber war sehr dicht. Auch bei der Präsentation gegenüber der Bewertungskommission hinterließen alle vier einen ausgesprochen professionellen Eindruck. Den Ausschlag für Flörsheim-Dalsheim gab am Ende, dass die Gemeinde in allen Bewertungskategorien hervorragend überzeugte. Die Jury lobte die dynamische Entwicklung der jüngeren Vergangenheit. „Die aktuellen Maßnahmen haben dazu geführt, dass man Flörsheim-Dalsheim als Weindorf jetzt noch deutlicher erleben kann“, erläuterte Dr. Herbert Schmitt, Abteilungsleiter des Kreisbauamtes und Kommissionsmitglied, die Entscheidung. Die Wirtschaftsförderungs-GmbH für den Landkreis Alzey-Worms (WfG) führt den Wettbewerb im zweijährigen Rhythmus im Namen des Landkreises durch.

Albig – Weindorf mit Tatkraft
Zwar war die mit 1.700 Einwohnern drittgrößte Gemeinde der VG Alzey-Land 1993 bereits einmal Sieger im damaligen Wettbewerb „Schönstes Weindorf des Landkreises Alzey-Worms“ – mit einem Denkmal wurde dies entsprechend gewürdigt. Darauf ausgeruht hat sich die agile Gemeinde jedoch keineswegs. Bürgermeister Günther Trautwein, unterstützt von zahlreichen Vertretern der Vereine, der Winzerschaft und VG-Bürgermeister Steffen Unger, konnte der Kommission bei ihrem Besuch viele neue Errungenschaften präsentieren. Ganz entscheidend dabei das Engagement vieler ehrenamtlicher Helfer: „Ohne die „Volontäre für Albig“ hätten wir viele Maßnahmen nicht umsetzen können“, war der Ortsbürgermeister des Lobes voll. Dass der Wein in Albig im Vordergrund steht, ist nicht zu übersehen. Infotafeln an den Ortseingängen und den Weingütern, Thementafeln entlang des reaktivierten Weinwanderweges geben den Besuchern Orientierung. Geführte Themenwanderungen, begleitet durch Winzer und die „Volontäre“ vertiefen den Einblick in den Albiger Weinbau. Die in Rheinhessen einmalige „Reilchenroute“ ist bestens beschildert, Rankgerüste mit Weinreben markieren die Ein- und Ausgänge der schmalen Wege rund um den Ort. Begleitendes Grün und Überspannungen der Albiger Straßen werden durch den Wein dominiert. Viele aktive Weingüter und die Winzergenossenschaft laden zu Wein- und Sektproben ein, eine Weinstube bietet hervorragende Küche. Auch am Abend muss man die Gemeinde nicht mehr verlassen – Übernachtungsmöglichkeiten bei verschiedenen Familien stehen zur Verfügung. Die Kommission war am Ende einhelliger Meinung, dass Albig in den vergangenen Jahren in seiner Entwicklung große Schritte nach vorne getan hat zu einem attraktiven Weindorf und durch die Tatkraft seiner Einwohner noch lange nicht am Ende angekommen ist.

Flonheim – Faszination durch Stein und Wein
Ein durchgängiges Markenzeichen hat Flonheim bereits gefunden: der Trullo ziert das Logo der Gemeinde, Souvenirs sowie T-Shirts und wird auch von Winzern und Gastronomen verwendet. Als Gemeinschaftswein kreierten die Flonheimer Winzer sogar den Trullo-Wein. Trullo-Wurst und Trulllo-Brot dienen der Stärkung. Ortsbürgermeisterin Ute Beiser-Hübner, Verbandsbürgermeister Steffen Unger und zahlreiche Winzer und Vereinsvertreter präsentierten der Kommission ein vielfältiges weintouristisches Angebot unter dem Motto „Stein und Wein“. Ehrenamtliche Gästeführer laden zu regelmäßigen historischen Ortsführungen am Samstagnachmittag – immer gekrönt mit der Verkostung von heimischen Tropfen. Die Ortseingänge sind mit Fässern und Reben gestaltet, die von Winzern gestiftet und gepflegt werden. Ein Highlight für Weinfreunde ist der Weinmarkt Ende Mai, in dessen Rahmen die 2.760 Einwohner starke Gemeinde in der Verbandsgemeinde Alzey-Land ihre Weinkönigin kürt. Auch Wein und Kultur gehen in Flonheim eine enge Symbiose ein. Bereits seit fünf Jahren spielt eine Theatergruppe eine Posse mit Showprogramm rund um Wein und Trullo. In naher Zukunft wird das neue Museum Einblicke in die Historie mit Bezug auf Wein und Geologie bieten. Beeindruckt zeigte sich die Jury von dem umfangreichen kulinarischen Angebot der Gastronomen und Winzer. Erfreulich seien die neuen Vinotheken und Weinlounges, ebenso wie die große Anzahl hochwertiger Übernachtungsmöglichkeiten, die den Besuchern zur Verfügung stünden. Ihr Fazit: weintouristisch zählt Flonheim auf jeden Fall zu den führenden Gemeinden in der Region. Flörsheim-Dalsheim – dynamische Weinburg Einen Eintrag im Guiness Buch der Rekorde kann die 3.200-Einwohner Gemeinde in der Verbandsgemeinde Monsheim bereits seit 1998 verbuchen. Seitdem darf sie sich als die Gemeinde mit den meisten Auszeichnungen auf dem Gebiet des Weinbaus bezeichnen. Nun kann Bürgermeister Volker Henn seit dem 12. September 2011 einen weiteren Titel hinzufügen: Weindorf des Landkreises 2011/2012 des Landkreises Alzey-Worms. Die Kommission hatte er gemeinsam mit VG-Bürgermeister Ralph Bothe, Vertretern der Winzerschaft und ehrenamtlichen Gästeführerinnen auf dem neuen Schmuckstück der Gemeinde empfangen – dem umgebauten und restaurierten Weedenplatz. Doch nicht nur hier war Flörsheim-Dalsheim in den vergangenen Jahren sehr aktiv. Gästen, die mit dem Zug anreisen, bietet sich mit dem neu gestalteten Mittelstandsbahnhof ein freundliches Entrée. Auf die historische Fleckenmauer im Ortsteil Dalsheim, einzig vollständige Dorfbefestigung in Rheinhessen mit sieben Türmen, wird demnächst bereits mit einem Schild auf der Autobahn 61 hingewiesen. Die Sehenswürdigkeiten der Gemeinde haben eine umfassende Beschilderung erhalten. Die IG Gästeführer und Kultur- und Weinbotschafterinnen bieten sowohl samstägliche offene Führungen mit Weinverkostung an, als auch Kostümführungen, z.B. als Nachtwächter. Neu im Programm hat Flörsheim-Dalsheim Führungen für Kinder. Positiv beeindruckte auch die neu etablierte dauerhafte Beschilderung des Trullo-Radwanderweges. Hand in Hand mit der Gemeinde arbeitet die Winzerschaft, z.B. durch die Finanzierung der Rankgerüste an den Ortseingängen, der Ausweisung eines neuen Weinwanderweges oder dem an sieben Wochenenden geöffneten Weinstand. Als Botschafterin hat Flörsheim-Dalsheim vor zwei Jahren die Figur des „Frolleins von Flörsheim“ wiederbelebt, das gemeinsam mit dem „Junker Lars“ in historischen Kostümen den Wein der Gemeinde bewirbt. Als sehr positiv bewertete die Kommission auch das große private Engagement in den vergangenen Jahren. So haben mehrere Weingüter neue Vinotheken eingerichtet, den Gästen stehen nach Weinproben und gemütlichem Essen auch zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung. Auch die mobilen Reisenden haben bald in Flörsheim-Dalsheim eine neue Anlaufstelle – ein großer, gut ausgestatteter Wohnmobilstellplatz der Verbandsgemeinde ist in Planung.
Am Ende konnte die Kommission der „alten“ Weinbaugemeinde eine große Dynamik auf dem Weg in die Zukunft bescheinigen.

Gundheim - kleine Gemeinde stark im Kommen
Großer Bahnhof für die Kommission in der kleinsten Teilnehmergemeinde des Wettbewerbs: die 955 Einwohner entsandten eine starke Delegation zum Empfang. Nicht nur Bürgermeister Markus Osadschy stellte seine Gemeinde vor, tatkräftig unterstützt wurde er von Verbandsbürgermeister Walter Wagner und der Interessengemeinschaft Gundheimer Winzer. Livegesang und Pantomime begleiteten die Delegation auf ihrem Rundgang: der Künstler Jürgen Höhn, alias „Mister He“ empfing die Gruppe als Buttenträger mit Gedichten und Liedern zum Wein an jeder Station. Dass es in Gundheim dank seiner klimatisch günstigen Lage von jeher gute Weine gibt ist lange bekannt. Aber auch touristisch hat sich in den vergangenen Jahren eine Menge getan. Da die Gemeinde spät eine flächendeckende Abwasserkanalisierung erhielt, konnte erst in diesem Jahr der Straßenausbau abgeschlossen werden. Dabei wurde strikt darauf geachtet, den Weinbaucharakter zu erhalten – die Straßen sind weitestgehend mit Weinreben überspannt, der Pflastersteincharakter ist erhalten geblieben. Häuser, Eingänge und Toreinfahrten sind mit Weinreben geschmückt.
Die Winzer bitten ihre Kunden zu Weinproben mit Menü, aktiver Weinlese und deftigen Vespern im Weinberg. Auch die Zahl der Übernachtungsbetriebe hat sich in den vergangenen Jahren verdoppelt. Der beschilderte „Weinwinkelweg“ lädt zum Rundgang um Gundheim durch die Weinberge ein. Gäste können den Ort und seine interessanten Themen auch gemeinsam mit der Kultur- und Weinbotschafterin erleben. Die Meinung der Kommission: in Gundheim hat sich sehr viel bewegt, die Gemeinde ist stark im Kommen.

Flörsheim-Dalsheim ist Weindorf 2011/2012 des Landkreises Alzey-Worms
Tourismus - 16.09.2011

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